3 Schritte, wie du dich gegen Kritiker wappnen kannst

Szenario 1:

Ich habe eine tolle Idee, die mir beim Joggen, Radfahren oder beim nächtlichen hin und her Wälzen gekommen ist. Beim schnell organisierten Treffen mit einer Freundin oder einem Freund kommt es: Stirnrunzeln, abschätzender Blick und die Killer-Frage „Wie soll das denn funktionieren?“

 

Szenario 2:

Ich habe eine tolle Idee, die mir beim Joggen, Radfahren oder beim nächtlichen hin und her Wälzen gekommen ist und beim weiteren Nachdenken darüber höre ich meine eigene innere Killer-Stimme sagen: „Wie soll das denn funktionieren?“

 

Ende. Aus. Idee gestoppt.

 

Du kennst das? Dass entweder andere oder du dir selber deine Ideen und Träume madig machen?

 

Dann habe ich hier eine schöne Methode für dich, wie du äußeren und inneren Kritikern so begegnen kannst, dass aus dem Stirnrunzeln ein Nicken wird. Dass du Killer-Fragen in Zukunft entspannt beantworten kannst.

 

Die Methode

Kein geringerer als Walt Disney hat sie erfunden – und es ist eigentlich nur ein kleiner mentaler Kniff, den du schnell lernen kannst. Den du alleine oder auch gemeinsam mit einer unterstützenden Person deines Vertrauens durchführen kannst. Der aber sehr wirksam ist.

 

Es ist ein Rollenspiel – welches nur in deinem Kopf stattfindet. Und funktioniert so:

 

Stelle dir vor, in dir wohnen drei voneinander getrennte Personen:

  1. Der Träumer, der dir beim Joggen, Radfahren oder nachts tolle Ideen liefert.
  2. Der Realist, der wie ein Projektmanager rational Projekte umsetzt, die ihm auf den Tisch gelegt werden.
  3. Der Kritiker, der den Finger in die Wunde legt und dem keine Schwachstelle und Risiko entgeht.

 

Nacheinander schlüpfst du abwechselnd in einer dieser drei Rollen. 

 

Wichtig:

  • Achte darauf, dass du in der jeweiligen Rolle bleibst und nicht anfängst, die drei Rollen zu mischen. Daher ist es hilfreich, wenn eine zweite Person dich begleitet und darauf achtet, dass du in der jeweiligen Rolle bleibst.
  • Beachte in welcher Reihenfolge die Rollen auftreten.

 

Schritt 1 – Der Träumer

Lass ihn träumen. Gib ihm Raum. Mal deine Idee, deinen Traum aus. Schaffe dir ein Visionsboard, eine Collage, einen Text - was auch immer. In deinem Traum darf alles klappen, alles funktionieren, du darfst alles können, alles erreichen. Denn es spricht nur der Träumer in dir.

 

Schritt 2 – Der Realist

Stelle dann deinen Traum dem Realisten vor. Wie oben beschrieben ist diese Person eine Art Projektleiter. Er setzt um, was auf seinem Tisch liegt. Er merkt an, wenn Informationen unklar sind. Wenn bestimmte Punkte noch geklärt werden müssen. Listet Todos. Schafft einen Plan.

 

Schritt 3 – Der Kritiker

Der Realist übergibt nun den Plan dem Kritiker. Der Kritiker schaut sich also NICHT den Traum an, sondern NUR den Plan des Realisten. Der Kritiker findet Schwachstellen im Plan und weist auf Risiken hin. Er achtet auf die Qualität des Plans. Und sorgt somit dafür, dass alles beachtet wird und der Plan realistisch umsetzbar ist. Er trägt Sorge, dass du nicht zu Schaden kommst, wenn du den Plan so umsetzt, wie der Realist ihn aufgesetzt hast.

 

Übergebe nun den Plan des Realisten zusammen mit den Anmerkungen des Kritikers zurück an den Träumer. Dieser passt seinen Traum so an, dass alle Bemerkungen integriert sind.

 

Wiederhole Schritt 1-3 so oft, bis alle Stimmen und Meinungen verstummen, alles gesagt wurde, was es zu sagen gibt und am Ende der Träumer zufrieden mit dem Endergebnis ist.

 

Und das Ergebnis für dich?

 

Du hast einen Plan in der Hand, wie du deine Idee bzw. deinen Traum verwirklichen kannst. Gleichzeitig hast du alle kritischen Stimmen in dir Raum gegeben und in deinen Plan eingebunden.

 

Tipps für das Rollenspiel

Walt Disney hat für dieses Rollenspiel drei unterschiedliche Räume benutzt, damit er wirklich in die unterschiedlichen Rollen schlüpfen konnte.

 

Wenn dir keine drei Räume zur Verfügung stehen, kannst du auch drei Ecken in einem Raum definieren und dort die Namen der drei Rollen auf den Boden platzieren. Wenn du dich auf den Namen stellst, hilft es dir in deiner Rolle zu bleiben. Du kannst PostIts nutzen, um deine Gedanken zu notieren.

 

Am Anfang fühlt sich dieses Rollenspiel mit dir selbst eventuell komisch an. Vielleicht ist es auch schwierig, in einer Rolle zu bleiben und diese ganzen Stimmen im Kopf zu trennen. Deswegen empfehle ich anfangs einen neutralen Helfer zur Unterstützung.

 

 

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren! 

Und bei der Umsetzung deiner Träume...

 

Übrigens: Ich selber wende diese Methode sehr gerne für mich selber an – aber auch in meinen Workshops und Retreats. 

Für das nächste Retreat im Juni zum Thema Lebensvision (da werden wir diese Methode gut gebrauchen können) sind noch zwei Plätze frei. Melde dich schnell an, wenn du dabei sein möchtest.

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